Finistère ist das westlichste Departement Frankreichs und daher der Zipfel der Region Bretagne. So bekam das Departement mit den schönsten und längsten Stränden Frankreichs seinen Namen: Finis Terrae oder Ende der Erde.
Ursprünglich wurde Finistère Penn ar Bed genannt, was soviel wie Anfang oder Spitze der Welt bedeutete. Man kann die Geschichte von Finistère kaum von der Geschichte der Bretagne trennen. Diese Geschichte begann 2000 vor Chr., als sich auf diesem Gebiet eine vorkeltische Bevölkerung, die Dolmen und Menhire, einrichtete. 1500 Jahre später besiedelten Kelten die Halbinsel. Im Jahr 56 fing die Romanisierung nach der Niederlage der Kelten bei Quiberon an.
Fast 500 Jahre später wurde die Region dann von Angeln und Sachsen erobert. Während ihrer Herrschaft kam es zu einer starken Christianisierung. Nach 799 kam Finistère zusammen mit dem Gebiet der übrigen Bretagne unter französische Herrschaft. Ab 900 verheerten wiederholt Normanneneinfälle das Land; als Schutz gegen diese Einfälle wurden zahlreiche Burgen gebaut. Finistère erlebte unter der Herrschaft des Hauses Montfort (1364-1468) seine Blütezeit, Wirtschaft und Kunst waren kennzeichnend für ein allgemeines Wachstum.
Die Bretagne blieb ein unabhängiges Herzogtum bis zu ihrer Besetzung 1940 durch die deutsche Wehrmacht. Die deutsche Truppen zogen sich fünf Jahre später zurück. Seit 1950 erlebte Finistère eine neue Blütezeit, vor allem der Tourismus gewinnt seit dem ständig an Bedeutung.