Die bretonische Sprache ist eine keltische Sprache und gehört zu der Gruppe der britannischen Sprachen. Sie kommt nicht, wie oftmals angenommen, von den keltischen Galliern, die im Verbreitungsgebiet der bretonischen Sprache, dem Département Finistère, Côtes-d’Armor und Morbihan, ansässig waren, sondern von britischen Flüchtlingen und Einwanderern.
Bretonisch ist auch die einzige keltische Sprache, die in Europa verbreitet ist.
Unterteilt wird die bretonische Sprache in vier Dialekte: Leoneg, Tregerieg, Gwenedeg (am wenigsten verbreiteter Dialekt) und Kerneveg (meist gebräuchlicher Dialekt).
Zur Sprachentwicklung gehören das Altbretonisch, das Mittelbretonisch und das Neubretonisch. Da vor allem im 9. Jahrhundert die meisten schriftlichen Quellen entwendet wurden, ist das Altbretonische nicht sehr gut belegt. Die Mittelbretonische Sprache hingegen ist festgehalten durch überlieferte Texte und Gedichte aus der damaligen Zeit. Ein starker Dialektzerfall kennzeichnet die nachfolgende neubretonische Epoche. Seit dem zwanzigsten Jahrhundert spricht man von der Neobretonischen Sprachentwicklung und versucht, die vier verschiedenen Dialekte zusammenzufassen, um so die Sprache besser zu erhalten.
In der heutigen Zeit wird Bretonisch nur noch von ca. 290.000 Menschen verstanden – sprechen können es sogar deutlich weniger. Nur in sehr wenigen Familien wachsen Kinder noch mit einem bretonischen Dialekt auf. Zudem hat der französische Staat die bretonische Sprache bis heute immer noch nicht offiziell anerkannt. Trotzdem wird in manchen Regionen Frankreichs, darunter auch in Finistere, Bretonisch in Schulen gefördert und unterrichtet.
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Bretonische Sprache
Mittwoch, 04. Mai 2011Finistere, kurze Geschichte
Freitag, 20. April 2007Finistère ist das westlichste Departement Frankreichs und daher der Zipfel der Region Bretagne. So bekam das Departement mit den schönsten und längsten Stränden Frankreichs seinen Namen: Finis Terrae oder Ende der Erde.
Ursprünglich wurde Finistère Penn ar Bed genannt, was soviel wie Anfang oder Spitze der Welt bedeutete. Man kann die Geschichte von Finistère kaum von der Geschichte der Bretagne trennen. Diese Geschichte begann 2000 vor Chr., als sich auf diesem Gebiet eine vorkeltische Bevölkerung, die Dolmen und Menhire, einrichtete. 1500 Jahre später besiedelten Kelten die Halbinsel. Im Jahr 56 fing die Romanisierung nach der Niederlage der Kelten bei Quiberon an.
Fast 500 Jahre später wurde die Region dann von Angeln und Sachsen erobert. Während ihrer Herrschaft kam es zu einer starken Christianisierung. Nach 799 kam Finistère zusammen mit dem Gebiet der übrigen Bretagne unter französische Herrschaft. Ab 900 verheerten wiederholt Normanneneinfälle das Land; als Schutz gegen diese Einfälle wurden zahlreiche Burgen gebaut. Finistère erlebte unter der Herrschaft des Hauses Montfort (1364-1468) seine Blütezeit, Wirtschaft und Kunst waren kennzeichnend für ein allgemeines Wachstum.
Die Bretagne blieb ein unabhängiges Herzogtum bis zu ihrer Besetzung 1940 durch die deutsche Wehrmacht. Die deutsche Truppen zogen sich fünf Jahre später zurück. Seit 1950 erlebte Finistère eine neue Blütezeit, vor allem der Tourismus gewinnt seit dem ständig an Bedeutung.